Krimispaziergang
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Storytelling und Journalismus mit Eduard Erne

Ein Gespenst geht um und stellt vieles in Frage. Es hat einen Namen: Glaubwürdigkeitskrise. Wem kann man noch trauen? fragen sich Leser*Innen von Zeitungen genauso wie Zuschauer*Innen der Tagesschau. Ist die Geschichte in der Zeitung noch wahr? Oder einfach nur reisserisch erzählt, damit viele sie lesen, viele sie klicken. Ein Handwerk, so alt wie das Geschichtenerzählen selbst, ist in Verruf geraten – Storytelling. Was tun?

Freitag 29.10.2021 von 15.00 bis 19.00 Uhr

Dieser Workshop findet im Rahmen von «Zürich liest» statt.

«Lügenpresse» oder «Fake-News» sind die Schlagworte, die von meist rechtsgerichteten populistischen Bewegungen als Kampfbegriffe gegen Journalisten*Innen verwendet werden. Arroganz in der Haltung, tendenziöse oder belehrende Berichterstattung beschreibt die Ursachen einer globalen Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus konkreter. Der Skandal um die gefälschten Reportagen des «Spiegel»-Journalisten Claas Relotius goss Öl ins Feuer der Diskussion, welche Rolle die Medien in unserer Gesellschaft einnehmen.

Im Fokus steht die Frage: Wie sehr werden Geschichten «frisiert», um sie kommerziell erfolgreicher zu machen. Wie stark wird mit einem falsch verstandenen «Storytelling» nachgeholfen, die Dramatik der Wirklichkeit verstärkt, und damit die Wahrheit verfälscht? Ein Handwerk, seit Menschengedenken von Erzählern*Innen angewendet, gerät plötzlich in Verruf – das Geschichtenerzählen.

Der Workshop diskutiert diese Fragen, definiert anhand von Beispielen, was Storytelling bedeutet, wo die Grenzen liegen, und wie ein moderner Journalismus seine Glaubwürdigkeit wiedergewinnen kann. Dazu werden journalistische Texte und Bildgeschichten analysiert und ihre Machart hinterfragt. Praktische Beispiele und Übungen verweisen auf die grosse Palette, wie Storytelling im Journalismus angewendet werden kann. Ein Workshop für Studenten*Innen, angehende Journalisten*Innen, Storyteller jedweder Fachrichtung und alle, die sich kritisch mit journalistischen Formen auseinandersetzen wollen.

Zur Person:

Eduard Erne ist Filmemacher und Redaktor. Regiestudium in Wien und Salzburg. Theaterarbeiten am Schauspielhaus Wien, TAT Frankfurt/Main, Hamburger Kammerspiele. Seit 1990 Autor und Dokumentarfilmer für arte, ZDF, ARD (hr, NDR, WDR).

Kosten: 80 CHF / erm. 60 CHF
Pausengetränk und Obst sind offeriert, nur Barzahlung vor Ort
Max. 8 TN
Anmeldung per Mail an:
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(Es gelten die aktuellen Coronabestimmungen.)

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